Unsere Geschichte
Weinbau
Der eine Teil unsere Geschichte beginnt 1989 im Frühling, als Christophs Vater, Johann Marchhart, einen Weingarten am „Wetterkreuz“ in Richtung Bad Sauerbrunn kaufte.
Wir, als absolute Laien auf dem Gebiet Weinbau, haben uns mit Unterstützung Neudörfler Weinbauern und auch unter Zuhilfenahme von Fachliteratur durch unser erster Weingartenjahr gequält. Schon damals – auch aus Ermangelung an technischer Ausstattung – wollen wir biologisch produzieren und verzichteten im ersten Jahr auf jeglichen Pflanzenschutz. Dementsprechend fiel die Ente aus – 20 Liter Traubensaft, der dann schnell ausgetrunken war.
Im darauffolgenden Jahr wollen wir es besser machen – ein Traktor mit einigen Geräten wurde gekauft und die Weingartenfläche wurde durch den Zukauf eines weiteren Weingartens in Neudörfl vergrößert. Im Herbst war es dann so weit – unsere ersten Trauben konnten gekeltert werden und einige Monate später wurde unser erster Blaufränkisch und Bouvier abgefüllt.
In den darauffolgenden Jahren vergrößerte sich unser Betrieb, Weingärten wurden gerodet und mit unseren heutigen Sorten bepflanzt.
Nach einigen Jahren übernahm dann Christophs Neffe Clemens den Weinbetrieb und führte diesen weiter. 2021 teilte Christophs Vater den Betrieb. Folglich bearbeiten wir nun zwei Weingärten aus der Marchhart-Erbschaft, einen selbst ausgesetzten, zwei gepachtete und den Hausweingarten aus Juttas Familie, insgesamt eine Fläche von 1,5 Hektar.
Die Geschichte des Weingartens von Jutta geht schon wesentlich länger zurück.
Ausgepflanzt 1933 diente der Weingarten als Zuverdienst-Möglichkeit zum spärlichen Einkommen. Es wurde einmal im Jahr ein Heuriger veranstaltet – ganz im Stile von Neudörfler Winzer. Das Schlafzimmer wurde ausgeräumt, Stühle und Tische aufgestellt und schon ging es los. In 3 Tagen wurden mehrere hundert Liter Wein verkauft – damals ging man noch zum Heurigen wegen des Weins und nicht wegen des Essens. So war es üblich, dass das kleinste Glas ¼ Liter war. Zu dieser Zeit gab es weit über 100 Heurigen in Neudörfl – alle sehr klein und alle nur für wenige Tage im Jahr offen. Dafür gab es mindestens 3 bis 5 Heurigen, welche gleichzeitig offen hatten. Man besuchte einander, plauderte und trank sich gegenseitig den Wein aus.
Der Weingarten war der ganze Stolz unserer „Tschirk Oma“, der Oma von Jutta. „Ein Weingarten ist ein Garten und da darf kein Unkraut stehen!“, sagte sie immer. Daher wurde der Weingarten gehegt und gepflegt – und alles in Handarbeit. Pflanzenschutz, jäten, umstechen, etc. alles per Hand. Damals wie heute war und ist die Lese ein großes Fest, wo die Familie zusammenkommt und mithilft.
Über die Jahre hinweg betreuten zuerst Oma und Opa Tschirk und dann Juttas Eltern, Franz und Hermi Pramhofer, den Weingarten.
Mit unserer Heirat 2001 ging die Betreuung des ,,Hausweingartens“ auf die nächste Generation über, wobei die alte Tradition der Verarbeitung der Trauben im Keller im Haus der Matthias-Kollwentz-Straße zum ,,Hauswein“ noch immer erfolgt.
Mit der Übernahme der Weingärten am Wetterkreuz aus Christophs Familie schließt sich ein Kreis in der Familiengeschichte: Der sogenannte ,,Hofer-Weingarten“ stammte ursprünglich aus Juttas Verwandtschaft.
Heute unterstützen uns bereits unsere Kinder, Elisabeth und Michael, bei den Arbeiten im Weingarten und im Keller.
Imkerei
Einem Kindheitstraum folgend, begann Christoph am 7.7.2017 mit der Imkerei, zunächst mit drei Bienenvölkern und bewirtschaftet heute 18 Völker im eigenen Garten.
2020 adaptierten wir die Räumlichkeiten unsers ,,Bienenstöckels“, in der Waldgasse 25 in Neudörfl, wo wir unseren Honig schleudern, abfüllen, verkaufen und unsere Kunden jährlich zum ,,Honig-Fest“ einladen.